Nachdem nun die digitalen Medien für unsere Verfahren vorbereitet sind, folgt nun das Abfilmen unserer Super 8-Quelle.

Die Vorgehensweise ist zunächst einmal abhängig von der Art der Synchronisation, d.h. master-/slavefähiger Projektor oder einer ohne Synchronmöglichkeit. Notwendige Korrekturen der unterschiedlichen Bildrate zwischen Projektor und digitaler Datei bei den genannten Kategorien 1 und 3 werden (erst) in Teil 6 beseitigt bzw. korrigiert. Und nein, wir müssen dafür nicht ständig schneiden und neu ansetzen!

Für einen masterfähigen Projektor stelle ich, mangels anderer Hardware, nur das Verfahren für das Synchronisieren mit Synkino vor.
Der Braun Visacustic 1000 mit Steuergerät dient als Grundlage für die slavefähige Kategorie.
Bei den Projektoren ohne Synchronmöglichkeit ist es eh egal 🙂

Des Weiteren muss man unterscheiden, ob mit einer Videokamera oder einem Smartphone abgefilmt wird.

Beitragsreihe „Nachvertonung / Synchronisation“:

Vorbereitungen

Masterfähige Projektoren / Synkino

Synkino beginnt seine Wiedergabe mit Beendigung des weißen/grünen Vorspanns. Ergo wählen wir hier einen Startpunkt vor dessen Ende. Dieser sollte so weit vorne liegen, dass der Projektor bereits seine normale Wiedergabe-Geschwindigkeit erreicht hat.

Andere steuerfähige Tonquellen dürften aber ähnlich arbeiten, wenngleich diese vermutlich ein eindeutiges Startbild (wie auch die Slave-Projektoren) benötigen.

Wenn ihr eine Videokamera für das Abfilmen benutzt, klickt hier…, bei einem Smartphone hier…, um die nachfolgenden Unterkapitel zu überspringen.

Slavefähige Projektoren

In dieser Kategorie benötigen wir lediglich ein eindeutiges Startbild. Ich nehme hierbei gerne – sofern vorhanden – „Picture Start“ oder ähnliches.

Fahrt euren Projektor per manuellem Drehknopf genau auf dieses Bild mit dem ersten freien Segment eurer Flügelblende – also sofern euch das möglich ist.

Kleiner Tipp am Rande: ich klebe gerne direkt vor den Filmeinlauf einen kleinen, blauen Klebepunkt auf den Film. Das erleichtert das spätere Wiederfinden des Startbildes, auch wenn es rundherum heller ist.

Schon für das synchrone Abfilmen benötigen wir bei slavefähigen Projektoren bereits jetzt schon deren Steuerverbindung zum Notebook. Im Fall des Braun Visacustic ist das die Verbindung zwischen Soundkarte und Steuergerät mittels Video-DIN-Kabel o.ä. Sofern ihr keins besitzt, zeige ich euch hier…, wie ihr es selber bauen könnt.

Des Weiteren muss der Projektor mit dem richtigen Steuersignal „gefüttert“ werden (Erzeugung wird hier… erklärt). Die richtige Frequenz ist natürlich abhängig von unserem digitalem Medium. Während DVDs mit 25 Bildern pro Sekunde laufen, benötigen BluRays nur 23,976 fps. In einigen sehr seltenen Fällen werden auch mal genau 24 fps benötigt. Achtet auch darauf, dass euer Projektor auf der richtigen Geschwindigkeit steht. Der Braun Visacustic hat z.B. sowohl eine Einstellung für 24, als auch für 25 fps.

Wer keine Möglichkeit zur Erzeugung hat, der hat hier die Möglichkeit zum Download von ca. 5 Sekunden langen Schnipseln. Diese müsst ihr euch nur selbst verlängern. Die jeweiligen Pausen am Ende sind bereits so gewählt, dass ihr direkt ansetzen könnt.

Steuersignale für Braun Visacustic (ca. 5 sek. lang):

Wenn ihr eine Videokamera für das Abfilmen benutzt, klickt hier…, bei einem Smartphone hier…, um das nachfolgende Unterkapitel zu überspringen.

Nicht synchronisierbare Projektoren

Sofern der Projektor nicht synchronisierbar ist, suchen wir uns zwei (!) geeignete Startbilder für unsere Aufnahme, welche dann bei der Nachvertonung wieder als Beginn unserer Wiedergabe dienen.

Warum zwei?
Ganz einfach: der Projektor braucht ja immer eine gewisse Zeit, um hochzulaufen. Auch die Zeit für das Durchschalten des Wiedergabeschalters des Projektors kann differieren. Damit man da mit nur einem Bild nicht zu überrascht ist, wenn es auf der Leinwand auftaucht, ist das erste Bild lediglich für den Start des Projektors.

Das Auftauchen des zweiten Bildes wiederum dient uns zum Start der Wiedergabesoftware (bei uns VirtualDJ) – aber dazu später mehr in Teil 7 der Reihe.

Ich empfehle, einen „Einzähler“ zu benutzen. Darauf befindet sich zum einen meist ein Bild namens “Picture Start” oder so ähnlich, welches ich dann als Startbild für den Projektor benutze.

Das 2. erwähnte Bild dient ja für den Start des Tons, z.B. die „5“ des Einzählers. Bis dahin hat nämlich der Projektor dann schon seine „normale“ Geschwindigkeit erreicht und man selbst noch ein bisschen Zeit, um die richtige „Taktung“ des Einzählers für den Tonstart zu haben.

Fahrt euren Projektor per manuellem Drehknopf genau auf euer erstes Bild mit dem ersten freien Segment eurer Flügelblende – also sofern euch das möglich ist.

Sofern ihr ein Smartphone für das Abfilmen benutzt, klickt hier…, um das nachfolgende Kapitel zu überspringen.

Abfilmen mit einer Videocam

Voraussetzung hierfür ist eine Videocam, die mit 25 Bildern pro Sekunde (25 fps) – also PAL – abfilmt und ihr Bild am besten direkt an die Videoschnitt-Software übertragen kann. Oftmals funktioniert das allerdings nur über Firewire und weniger über USB, aber wenn es doch geht, dann umso besser.

Selbstverständlich könnt ihr auch zuerst auf Karte oder Band aufnehmen und anschließend übertragen, aber das kostet eben auch Zeit. Hängt natürlich auch davon ab, was ihr nachvertonen wollt – also eine Schnitt- oder Komplettfassung und deren Spulengrößen (Stichwort: Laufzeit des Videobandes).

Sofern ihr eine Komplettfassung nachvertonen wollt, genügt es, nur das Bild aufzuzeichnen, bei Schnittfassungen sollte der Ton dabei sein, um gegebenenfalls bei kniffligen Tonstellen schauen zu können, wie es originär gelöst wurde. In letzterem Fall sollte auch die Kamera auf der linken Seite des Projektors stehen, um möglichst nah am Lautsprecher des Projektors zu sein.

Richtet den automatischen Fokus eurer Videocam am besten einmal an einem Standbild aus und schaltet dann auf manuellen Fokus um, damit die Cam keine Schärfekorrekturen während des Abfilmens vornimmt.

In eurer Videoschnitt-Software legt ihr für das Abfilmen ein neues PAL-(DV-)Projekt an. Anschließend öffnet ihr das Fenster für die Aufnahme (in Adobe Premiere mit der Taste „F5“) und macht dort eure entsprechenden Einstellungen.

Einstellungen für das Abfilmen in Adobe Premiere
Beispiel für die Einstellungen zur Aufnahme in Adobe Premiere
Hauptfenster für die Aufnahme in Adobe Premiere zum Abfilmen
Einstellungen im Hauptfenster für die Aufnahme in Adobe Premiere

Startet nun zuerst die Aufnahme in der Videoschnitt-Software bzw. die eurer Videocam, anschließend die Wiedergabe eures Projektors (ggfls. mittels Steuersignal) und filmt eure Fassung für die Nachvertonung ab.

Sofern ihr ein Messgerät für die Bildfrequenz besitzt, kontrolliert diese während des Abfilmens von Zeit zu Zeit. Lustigerweise muss ich bei meinem immer 2,5 dazu rechnen, um die korrekte Frequenz zu erhalten 🙂

Wenn ihr fertig seid, solltet ihr die abgefilmte Datei noch verkleinern, um Speicherplatz zu sparen.

Verkleinerung der Dateigröße der AVI-Datei

Die beim Abfilmen entstandene AVI-Datei ist natürlich noch ziemlich groß. Hier bietet sich eine Reduzierung an, um Speicherplatz zu sparen. Schließlich brauchen wir sie nur in unserem Vorschaufenster von Premiere. Also können wir die Datei drastisch verkleinern.

Öffnet hierzu den Adobe Media Encoder, zieht eure AVI-Datei in das Fenster und klickt unter „Vorgabe“ auf den dort stehenden Eintrag. Lasst euch im Beispiel nicht vom eingetragenen Dateinamen irritieren. Das Verfahren ist ähnlich der DVD-Konvertierung.

Klick auf Eintrag Vorlage im Media Encoder
Klickt auf den Eintrag unter „Vorlage“

In dem sich öffnenden Fenster wählt ihr unter „Format“ MPEG2 und bei „Vorgabe“ zunächst „PAL-DV Hohe Qualität“ aus.

Presetauswahl MPEG2 und PAL DV
So sollte das Fenster jetzt mit den gewählten Einträgen aussehen.

Den Haken bei „Audio exportieren“ entfernen wir jetzt. Klickt nun im unteren Teil des Fensters auf „Video“ und scrollt in diesem Bereich zu den „Bitrateneinstellungen“ nach unten.

Hier stellt ihr die „Bitratecodierung“ auf „CBR“ und ändert den Wert der „Bitrate (MBit/s)“ auf 2.

Änderung der Videowerte
Ansicht nach der Änderung der Einträge im Media Encoder

Jetzt könnt ihr beispielsweise dieses Preset noch unter einem eigenen Namen abspeichern oder mit „OK“ ins Hauptfenster zurück wechseln.

Dort braucht ihr nur noch rechts oben auf den „Play“-Button drücken und die Konvertierung beginnt. Nach Beendigung des Vorgangs sollte nun eine m2v-Datei entstanden sein und ihr könnt eure AVI-Datei löschen.

Position des Start Buttons zur Umrechnung
Die Umwandlung mit dem Play-Button starten.

Damit sind wir auch mit der Vorbereitung unserer Super 8-Quelle fertig und können uns nun im Teil 4 der Reihe dem Videoschnitt widmen.

Abfilmen mit dem Smartphone

Beim Abfilmen mit dem Smartphone verhält es sich ähnlich. Wie bereits in Teil 1 der Reihe erläutert, sollte auch hier das Abfilmen mit 25 Bildern pro Sekunde (25 fps) erfolgen, was je nach Modell schon problematisch werden kann. Nicht jedes Smartphone kann nämlich in dieser sogenannten Framerate filmen.

Hier noch einmal der Hinweis, dass ich nur auf die Android-Varianten eingehen kann, da ich kein iPhone besitze. Eventuell funktionieren die nachfolgend genannten Einstellungen mit der App „Filmic (Pro)“ – aber hundertprozentig kann ich das derzeit nicht sagen.

Meist bieten aber die „On-Board“-Apps nicht die notwendigen Einstellungen bzw. Möglichkeiten. Wenn das bei eurem Gerät aber doch der Fall sein sollte – umso besser! Dann braucht ihr keine zusätzliche App.

Sofern ihr die 25 fps jedoch nicht einstellen könnt, müsst ihr eine zusätzliche Kamera-App installieren. Wie gesagt, können manche Smartphones das aber auch überhaupt nicht.

Unter Android sind mir bisher 2 gute (leider kostenpflichtige und nicht ganz billige) Kamera-Apps bekannt, mit denen es funktionieren kann, sofern es euer Smartphone unterstützt:

Um zur Verfahrensweise mit 4K Kamera Pro zu gelangen, klickt hier…

Verfahren mit mcpro24fps

Obwohl dies die teuerste App ist, die ich in diesem Bereich kenne, so ist es doch die einzige, die mit meinem Huawei P30 Lite die konstanten 25 fps liefert. Daher zeige ich sie zuerst.

Einstellungen in der App

Öffnet die App, tippt zuerst unten auf das Kamera-Symbol und anschließend rechts oben auf die drei Punkte.

mcpro24fps - Video-Settings
Öffnet über das Kamerasymbol die Video-Settings

In dem sich öffnenden Menü mit den „Presets“ tippt zunächst auf „With GPU“ und sucht euch darunter „25fps“ heraus.

Aus Gründen des möglichst geringen Datenverbrauchs scrollt in der darunter befindlichen Liste hinunter zu „25fps, 720×720 (1:1)“ und wählt das aus. Klingt erstmal bisschen komisch, aber spart Daten. Natürlich könnt ihr auch die 4:3-Einstellung wählen, wenn ihr genug Speicherplatz auf dem Smartphone verfügbar habt.

mcpro24fps - Presetansicht
Wählt in mcpro24fps die Framerate von 25 fps aus

Über das X könnt ihr dieses Menü schließen und geht zu der Überschrift „Codec Settings“. Hier wählt ihr über die Pfeiltasten „AVC (h264)“, eine Bitrate von „10Mbps“ und setzt den Wert bei „Target frame rate“ auf „Off“.

mcpro24fps - Codec-Settings
Die Eintragungen im Menü unter „Codec Settings“

Scrollt anschließend hinunter zu den „Experimental Settings“. Auch wenn dies etwas komisch klingt, funktioniert die Einstellung auf meinem Huawei. Setzt hier die Auswahl unter „Constant FPS Mode“ auf „Yes“.

mcpro24fps - Konstante Framerate aktivieren
Aktiviert die Option der konstanten Bildrate

Wenn ihr auf das Mikrofon-Symbol tippt, könnt ihr optional auch noch die Audio Settings anpassen. Bei Komplettfassungen wird eigentlich kein Audio benötigt, aber bei Schnittfassungen empfiehlt sich das Mitschneiden. Natürlich müsst ihr die Wiedergabe am Projektor aktivieren 🙂

mcpro24fps - Audio-Settings
Optionale Audio-Einstellungen

Bevor wir mit der Aufnahme beginnen, solltet ihr die Einstellungen für Helligkeit usw. auf Automatik stellen, indem ihr auf das „A“ tippt. Wenn an dieser Stelle ein „M“ steht, ist dies bereits geschehen.

mcpro24fps - Automatik für Helligkeit aktivieren
Die Automatik für Helligkeit usw. sollte aktiviert werden.

Das Abfilmen

Eigentlich ist es am besten, wenn ihr den automatischen Fokus eurer Cam einmal an einem Standbild ausrichtet und schaltet dann auf manuellen Betrieb um, damit die Cam keine Schärfekorrekturen während des Abfilmens vornimmt. Laut dem Tutorial ist das auch in mcpro24fps auf der rechten Fensterseite möglich, ich habe allerdings noch nicht gefunden, wo.

Zum Starten der Aufnahme tippt rechts oben auf den Button, startet anschließend die Wiedergabe eures Projektors (ggfls. mittels Steuersignal) und filmt eure Fassung für die Nachvertonung ab.

Aufnahme für das Abfilmen starten
Zum Start der Aufnahme rechts oben auf den Button tippen.

Sofern ihr ein Messgerät für die Bildfrequenz besitzt, kontrolliert diese während des Abfilmens von Zeit zu Zeit. Lustigerweise muss ich bei meinem immer 2,5 dazu rechnen, um die korrekte Frequenz zu erhalten 🙂

Nachdem ihr fertig seid, solltet ihr die abgefilmte Datei noch verkleinern, um Speicherplatz zu sparen.

Verfahren mit 4K Kamera Pro

Auch wenn diese App so leider nicht auf meinem Huawei funktioniert hatte, war sie ja doch schon gekauft. Daher kann ich euch die notwendigen Einstellungen trotzdem zeigen. Eventuell funktioniert sie ja auf eurem Smartphone.

Sofern ihr diese überspringen möchtet, klickt hier…

Einstellungen in der App:

Nachdem ihr die App geöffnet habt, klickt auf das zweite Icon von links oben, um die die Video-Settings zu gelangen.

4k Camera Pro - Button für Video-Settings
Button für die Video-Settings in 4k Kamera Pro

Dort stellt ihr zunächst die Ratio nach euren Wünschen entweder auf 16:9 oder 4:3.

Die wohl wichtigste Einstellung in diesem Fenster ist die „Frame Rate (FPS)“, die auf 25 zu stellen ist. Auch bei der Bitrate könnt ihr einstellen, was ihr möchtet, wobei die kleinste Rate ausreicht.

Anmerkung

Selbst wenn ihr hier als Frame Rate 25 auswählen könnt, heißt das nicht, dass die App damit auch filmt. Das musste ich bei meinem Huawei nach einem Import in Adobe Premiere Pro leider feststellen. Die Aufnahme wurde dort nämlich mit 26,25 fps ausgewiesen. Daher erst mit einer kurzen Sequenz prüfen, ob euer Smartphone auch tatsächlich die 25 fps liefert.

Jetzt könnt ihr die Auflösung (Resolution) auf 720p stellen, was uns genügt.

Um Speicherplatz zu sparen und aus Kompatibilitätsgründen empfehle ich, das Video Format auf „MP4 H264“ zu stellen.

4k Camera Pro - Einstellungen bei Video-Settings
Einstellungen der Video-Settings in 4k Kamera Pro

Sofern ihr eine Komplettfassung nachvertonen wollt, genügt es, nur das Bild aufzuzeichnen, bei Schnittfassungen sollte der Ton dabei sein, um gegebenenfalls bei kniffligen Tonstellen schauen zu können, wie es originär gelöst wurde. In letzterem Fall sollte auch die Kamera auf der linken Seite des Projektors stehen, um möglichst nah am Lautsprecher des Projektors zu sein.

Sofern ihr den Ton also aufzeichnet, öffnet über den mittleren Button auf der linken Seite die Audio-Settings.

4k Camera Pro - Button für Audio-Settings
Button für die Audio-Settings in 4k Kamera Pro

Was ihr dort wiederum einstellt, bleibt ganz euch und der Kompatibilität eures Videoschnitt-Programms überlassen. Bei mir sieht es folgendermaßen aus:

4k Camera Pro - Einstellungen bei Audio-Settings
Meine Einstellungen der Audio-Settings in 4k Kamera Pro

Sowohl DVD, als auch BluRay, arbeiten mit einer Sample Rate von 48 kHz. Daher solltet ihr diese Einstellung im Bedarfsfall nicht ändern!

Das Abfilmen:

Richtet den automatischen Fokus eurer Cam am besten einmal an einem Standbild aus und schaltet dann auf manuellen Betrieb um, damit die Cam keine Schärfekorrekturen während des Abfilmens vornimmt.

Hierzu klickt rechts unten auf den Eintrag „Focus“ und wählt dann das „M“ aus.

4k Camera Pro - Focus auf manuellen Modus einstellen
Den Fokus auf manuellen Modus umstellen in 4k Kamera Pro

Falls ihr ohne Ton aufnehmen wollt, denkt daran, auf das Mikrofon-Icon zu drücken, um es zu deaktivieren.

4k Camera Pro - Button für Mikrofon
Button zum Deaktivieren des Mikrofons in 4k Kamera Pro

Startet nun zuerst die Aufnahme in 4k Kamera Pro, anschließend die Wiedergabe eures Projektors (ggfls. mittels Steuersignal) und filmt eure Fassung für die Nachvertonung ab.

Sofern ihr ein Messgerät für die Bildfrequenz besitzt, kontrolliert diese während des Abfilmens von Zeit zu Zeit. Lustigerweise muss ich bei meinem immer 2,5 dazu rechnen, um die korrekte Frequenz zu erhalten 🙂

Nachdem ihr fertig seid, solltet ihr die abgefilmte Datei noch verkleinern, um Speicherplatz zu sparen.

Verkleinerung der Dateigröße der mp4-Datei

Die beim Abfilmen entstandene mp4-Datei ist natürlich noch riesig groß. Hier bietet sich eine Reduzierung an, um Speicherplatz zu sparen. Schließlich brauchen wir sie nur in unserem Vorschaufenster von Premiere. Also können wir die Datei drastisch verkleinern. Lasst euch bitte durch den Dateinamen nicht irritieren. Das Verfahren ist ähnlich der BluRay-Konvertierung.

Öffnet hierzu den Adobe Media Encoder, zieht eure mp4-Datei in das Fenster (kann einige Minuten dauern) und klickt unter „Vorgabe“ auf den dort stehenden Eintrag (kann wieder einige Minuten dauern).

Klick auf Eintrag Vorlage im Media Encoder
Klickt auf den Eintrag unter „Vorlage“

In dem sich öffnenden Fenster wählt ihr unter „Format“ H.264 und bei „Vorgabe“ zunächst „PAL-DV Hohe Qualität“ aus. Nein, das ist kein Kopierfehler, sondern gewollt!

Presetauswahl H.264 und PAL DV
Wählt zunächst im Format „H.264“ das Preset „PAL DV – Hohe Qualität“

Den Haken bei „Audio exportieren“ entfernen wir jetzt. Klickt nun im unteren Teil des Fensters auf „Video“. Dort scrollt ihr nach unten zu den „Bitrateneinstellungen“, stellt die „Bitratecodierung“ auf „CBR“ und ändert den Wert der „Bitrate (MBit/s)“ auf 2.

Einstellungen für unsere mp4-Datei
Ansicht nach der Änderung der Einträge im Media Encoder

Jetzt könnt ihr beispielsweise dieses Preset noch unter einem eigenen Namen abspeichern oder mit „OK“ ins Hauptfenster zurück wechseln.

Dort braucht ihr nur noch rechts oben auf den „Play“-Button drücken und die Konvertierung beginnt. Nach Beendigung des Vorgangs könnt ihr eure ursprüngliche mp4-Datei löschen.

Position des Start Buttons zur Umrechnung
Die Umwandlung mit dem Play-Button starten.

Damit sind wir auch mit der Vorbereitung unserer Super 8-Quelle fertig und können uns nun im Teil 4 der Reihe dem Videoschnitt widmen.