In diesem Beitrag befasse ich mich mit der Rezension der 16mm-Komplettfassung des Filmklassikers „Braveheart“.

Filmdaten:USA, 1995, color, Mono-Lichtton, deutsch
Originaltitel:Braveheart
Darsteller:Mel Gibson, Sophie Marceau, Patrick McGoohan u.a.
Laufzeit:ca. 177 min. (BluRay/16mm)
ca. 170 min. (DVD)
Gesamtlänge:ca. 1.900 m (Polyester)
Anzahl Spulen:3x 600 m
Hersteller der 16mm-Kopie:20th Century Fox

Inhalt:

Schottland im 13. Jahrhundert. Der englische König Edward I. führt ein brutales Regiment über das Land. Als William Wallaces Frau von englischen Truppen ermordet wird, schwört er Rache und sagt der britischen Krone den Kampf an. Die Freiheit und Unabhängigkeit seines Landes zu erkämpfen ist sein Ziel. Seine Leidenschaft und sein Mut inspiriert die Menschen sich ihm anzuschließen und sich gegen die Engländer zu erheben. Edward I. erkennt in Wallace einen gefährlichen Gegner und schickt seine Schwiegertochter, die französische Prinzessin Isabelle als Vermittlerin zu Wallace. Aus dieser Begegnung wird eine Freundschaft, die sich in leidenschaftliche Liebe verwandelt. Doch nicht nur gegen die Engländer hat Wallace zu kämpfen. Auch die schottischen Adligen verfolgen eigene Interessen. Doch ohne ihre Unterstützung kämpft William einen verlorenen Kampf.
(Rückentext BluRay)

16mm-Version:

Die Tatsache, dass „Braveheart“ in Cinemascope auf 16mm veröffentlicht wurde, lässt natürlich das Herz des Sammlers höher schlagen.

Die mir vorliegende Kopie startet ohne Verleihlogo und beginnt zunächst mit dem Intro der „Icon Productions“, um dann direkt in den Film zu gehen .

Herausgeschnittene bzw. zensierte Filmteile gibt es keine – auch nicht bei den Kampfszenen, wodurch der Film natürlich FSK 16 ist.

Bild:

Bildmäßig präsentiert sich „Braveheart“ mit einer – für Cinemascope – wirklich sehr guten Schärfe. Auch bei Helligkeit und Kontrast gibt es keinerlei Kritikpunkte.

Die Farben sind kräftig, aber ausgewogen und zeigen keinerlei Tendenz zur Überbetonung eines Farbtons. Ein Rotstich ist nicht erkennbar, was natürlich auch mit dem verwendeten Filmmaterial (Polyester) zusammenhängt.

Der in Kopien der 90er Jahre weit verbreitete Kopierfehler (halbtransparenter rosa/violetter Punkt in der Bildmitte) ist bei der meinigen nicht vorhanden. Allerdings kann ich nicht ausschließen, dass er in anderen existiert.

Bis auf die Aktübergänge sind mir keinerlei einkopierte Bildstörungen aufgefallen. Demzufolge wurde eine hervorragende Vorlage verwendet. Obwohl die mir vorliegende Kopie aus dem Verleih stammt, ist dies meist nur daran erkennbar, dass das Verleihlogo am Anfang fehlt. Die sonst bei Verleihkopien oft üblichen Laufstreifen, Klebestellen usw. sind nur an wirklich sehr wenigen Stellen vorhanden. Von daher bin ich mir auch bei den Aktübergängen nicht sicher, ob diese Störungen einkopiert sind oder aus der Verleihzeit herrühren.

Das gewählte Korn ist ebenfalls als sehr gut zu bezeichnen, da nahezu kein Bildrauschen zu erkennen ist.

Ton:

Der Original-Lichtton der Kopie liegt in Mono vor. Da die Höhen im Frequenzgang meines Bauer 16mm-Projektors bei 7 kHz enden, fehlen ihm dementsprechend die oberhalb dieses Wertes. Infolgedessen herrscht natürlich eine ziemliche Dominanz bei den Mitten. Der Baßbereich wiederum präsentiert sich sehr ausgewogen, aber kräftig. In der Sequenz, die ich für diesen Bericht kurz getestet habe, klang der Lichtton sehr sauber.

Fazit:

Wenn man „Braveheart“ auf einer richtig großen Leinwand in Cinemascope präsentiert, dann ist das wirklich ein ultimatives Filmvergnügen für das Publikum. Die mir vorliegende Kopie zählt qualitativ auch zu einer der besten in meiner Sammlung. Das ist „Heimkino“ auf höchstem Niveau!

Wie oft bei 16mm-Kopien ist dieser Film recht selten. Von daher ist nicht davon auszugehen, hier ein Schnäppchen landen zu können.

Synchronisation:

Wie bei vielen digitalen Veröffentlichungen, so sind auch hier die filmischen Inhalte von DVD und BluRay absolut identisch – natürlich abgesehen von der Bildrate und –qualität.

Für die Synchronisation empfehle ich natürlich aus den bekannten Gründen (siehe meine Beitragsreihe „Nachvertonung/Synchronisation…“) die BluRay. Diese habe ich auch bei meiner Kopie verwendet.

Grundsätzlich kann die digitale Version 1:1 verwendet werden. An den Aktübergängen können natürlich Differenzen im Einzelbildbereich auftreten. Hinzu kommen individuelle Klebestellen aus dem Verleihbetrieb, die natürlich von Kopie zu Kopie unterschiedlich sind.

Und dann ist da noch mein „Soundfetischismus“:

Wie bei vielen digitalen Veröffentlichungen alter Filme werden die deutschen Zuschauer mit einer Mono-Tonspur „abgespeist“, während das englische Publikum bestes 5.1 genießen kann. Da sich der Aufwand hierfür eigentlich in einem überschaubaren Rahmen bewegt, ist das für mich völlig unverständlich. Naja – wir Deutsche sind ja so bescheuert und kaufen die DVD/BluRay trotzdem.

Daher habe ich die beiden Tonspuren in meinem Tonstudio so umgebaut, dass auch die deutsche Version nun – mit wenigen Abstrichen – 5.1 ist.

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