Der Eumig S940 multiprocessor ist das letzte Modell der österreichischen Projektorschmiede und wurde 1980 in einer Auflage von etwa 10.000 Stück gebaut – also 1 Jahr vor ihrem Konkursantrag.

Der Gleichlauf des Projektors ist sehr konstant. Dies resultiert aus der Digitalsteuerung. Auch der Ton resultiert aus diesem Gleichlauf und neigt an keiner Stelle zum Leiern.

Bei der Wiedergabe ist der Bildstand sehr stabil. Der Sound aus dem eingebauten Lautsprecher würde ich als sehr gut bezeichnen. Auch die Bässe kommen recht gut raus. Höhen werden laut Bedienungsanleitung bei 18 Bilder pro Sekunde bis rund 11.000 Hz unterstützt, rund 1 kHz weniger, als bei den Bauer- und Elmo-Projektoren.

Allerdings sind deren Angaben auf 24 Bilder pro Sekunde bezogen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass das auch für den Eumig gilt.

Technische Daten des Eumig S940:

Offizielle Bezeichnung:Eumig S940 Stereo multiprocessor
Maximale Spulenkapazität:240 m
Objektiv:Eumig suprogon Zoom 1:1,2/12,5-25 multicoated
Lampe:15V/150W (OSRAM HLX 64634 (EFR))
Geschwindigkeiten:18-24 Bilder/sek. (stufenlos regelbar)
Ton-Wiedergabe:Magnetton
Lautsprecher:eingebaut, 1 Stück
Anschluß für ext. Lautsprecher:Ja, 2 Stück
Aux Out (=Line Out):Ja, 5pol-DIN
Kopfhörer-Ausgang:Ja, Stereo, Klinke (6,3 mm)
Stereo-Wiedergabe möglich:Ja
Spur-Wiedergaben:1 / 2 / 1+2 (mono) / 1+2 (Stereo)

Anwendungsgebiete:

Privataufnahmen, Kurzfilme, Schnittfassungen, Komplettfassungen

Stärken:

  • Digitalgesteuert
  • Stereo-Wiedergabe
  • Viele Tonaufnahme- und -editierfuntionen – nahezu grenzenlose Möglichkeiten
  • Kein „Plastikbomber“ – hier wurden alle wichtigen Teile mit Metall gefertigt bzw. gehalten
  • Optisch toller Projektor (meiner Meinung nach)

Schwächen:

  • Filmkanal lässt sich im Bereich des Objektivs/Andruckplatte besch… reinigen
  • Scharfstellung mittels Drehknopf ist etwas ruckelig
  • Mit runden 11 kg nicht gerade ein Leichtgewicht
  • Antriebsachse ist nach längerer Standzeit ziemlich zickig, um den richtigen Andruck für 24 Bilder/Sekunde zu haben. muss man dann bisschen nachhelfen.

Fazit:

Wenn der Eumig S940 ohne Mucken läuft, ist es ein sehr zuverlässiger Projektor, der bei der Lauflautstärke nicht unbedingt leise, aber auch nicht ganz so laut wie ein Elmo ist. Für diejenigen, die einen Projektor suchen, der für die Vertonung von Filmen unendlich viele Möglichkeiten bietet, dem ist der S940 besonders zu empfehlen.

Aufgrund seines Gewichtes (11 kg) ist es allerdings kein Projektor, den man viel herumtragen möchte.

Ich für meinen Teil benutze ihn zwischendurch auch sehr gerne, da er ein helles und scharfes Bild liefert. Bei Filmen in Cinemascope braucht mal allerdings einen variabel verstellbaren Ständer, da das Objektiv des S940 im Vergleich zu anderen Projektoren ziemlich hoch sitzt (Unterschied zu Elmo: 7 cm).

Tipps & Tricks:

Wenn euer S940 bei der Wiedergabe nicht auf Touren kommt, müsst ihr die waagrechte Antriebsachse, die sich an das Rad des Reglers der Wiedergabegeschwindigkeit drückt, ein paarmal hin und her drücken und evtl. in den Lagern neu schmieren. Danach sollte es (erstmal) wieder funktionieren.

Auch dem Eumig S940 kann man ohne Probleme den Betrieb mit einer Langspieleinheit zumuten.

Bilder des Eumig S940:

Downloads für den Eumig S940:

Leider weiß ich nicht mehr, wo ich mir seinerzeit die Bedienungsanleitung heruntergeladen habe. Ich vermute mal, es war bei „super8-projektor.de“, die es ja leider nicht mehr gibt, bin mir aber nicht sicher.

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